Büchertrödel am Wochenende auf dem Markt in Teupitz

Jedes Wochenende findet sich bei schönem Wetter ein Bücherstand auf dem Markt in Teupitz.

Die Bücher wurden vom Verein „TeupitzGehtAuf“ im Antiquariat Minx in Wünsdorf ausgesucht. Wir nehmen auch gerne Anregungen und Buch- und Themenwünsche entgegen.

Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Minx Antiquariat Wünsdorf für die Bücherspenden. Wir können uns die Bücherkisten jederzeit frei zusammenstellen. Somit verändert sich auch das Angebot.

In der Bücherstadt Wünsdorf können Sie nicht nur alte Bunkeranlagen besichtigen, sondern auch die märchenhaften Bücherregale im Gutenberghaus durchstöbern. Das Antiquariat Minx gehört zu den ältesten Antiquariaten der Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf.

​Die Bücherstadt Wünsdorf begann einst mit 20 Antiquariaten, von denen heute noch fünf Antiquariate übriggeblieben sind. Das Antiquariat Minx im Gutenberghaus ist somit eins der letzten Antiquariate in der Bücherstadt Wünsdorf. Das historische Gutenberghaus beherbergt über 200.000 antiker Bücher verschiedenster Themengebiete und bietet dem Buchliebhaber ein Paradies zum Stöbern.

Die Bunkerstadt Wünsdorf bietet Geschichtsinteressierten einen unvergleichbaren Einblick in die Vergangenheit. Die umliegenden Gebiete laden zum Wandern in brandenburgischen Wäldern ein, und man sieht hier und da Spuren alter Bunkeranlagen oder andere historische Artefakte. Abseits der Wege sei aber Vorsicht geboten, da es sich hierbei auch um ehemalige Truppenübungsgebiete handelt. Nach einem Spaziergang durch das ehemalige Kasernengebiet, lädt das Antiquariat Minx im Gutenberghaus zum Stöbern ein.

Frühjahrswanderung März 2022

ca. 7,3 km – Mühlen- und Quellwanderung

Die Wanderung fand unter Einhaltung der zu diesem Zeitpunkt geltenden Hygiene- und Abstandsreglungen statt.

Verlauf:Tornow, Tornower See, Briesensee, Mittelmühle, Hohe Mühle, Tornow

Wegbeschreibung:

Gasthaus „Zur Linde”, Traditionsgasthof seit 1876 – Ab hier Beginn des Naturlehrpfades um den Tornower See – Südufer des Tornower Sees, naturnaher Wald mit 200jährigen Kiefern ➔ Naturquelle Klingespring – Gedenkstein an den Berliner Botaniker Dr. Adolf Strauss (1904-1986), der als verdienstvoller Naturkundler im Schenkenländchen wirkte – Abstecher zum Briesensee mit urwüchsigen Kiefern und attraktivem Rastplatz-, Rastplatz Mittelmühle mit Sägewerk und Wirtshaus – Hohe Mühle, einst Mühle, heute privat mit wunderschön angelegter Gartenlandschaft, im Frühjahr besonders sehenswert -Tornow Gasthaus “Zur Linde” – geöffnet für Mittagstisch

Frühlingswanderung 2022

Als Auftaktveranstaltung unseres neu gegründeten gemeinnützigen Vereins „TeupitzGehtauf“ organisierten wir am 20. März 2022 zum kalendarischen Frühlingsanfang unsere Frühlingswanderung. Diese möchten wir dann traditionell jedes Jahr fortsetzen.

Am kalendarischen Frühlingsanfang steht die Sonne senkrecht über dem Äquator, 2022 war der kalendarische Frühlingsanfang am 20.03.2022 um genau 16:33:39 MEZ.

Wir freuten uns riesig über das große Interesse, damit hatten wir nicht gerechnet. Nach insgesamt 58 Teilnehmern mussten wir leider die Anmeldungen stoppen, da die Wanderung sonst zeitlich nicht mehr zu bewältigen gewesen wäre, da ja auch das Mittagsessen im Gasthaus „Zur Linde“ geplant war.

Nach kurzer Umplanung aufgrund der großen Teilnehmerzahl entschlossen wir uns für zwei Gruppen etwas zeitversetzt und Handzettel für einige Erklärungen zur Wanderung.

Vom Treffpunkt Gasthaus Tornow ist es nicht mehr weit bis zum Klingespring. Der Klingespring am Tornower See wurde bereits 1934 zum Naturdenkmal erklärt und ist nachweislich das älteste Naturdenkmal in der Region. Am Grund steiler Hügel fließt hier eiskaltes wie glasklares Wasser aus einem Hang in einen Quellkessel und dann in einem kleinen Bächlein zum Tornower See. Der Name „Klingespring“ geht zurück auf das Oberdeutsche „Klinge“ und ist gleichbedeutend mit „Schlucht“ sowie „Spring”. “Spring” bezeichnend eine Quelle und (im Englischen) den Frühling. “Klingespring” bedeutet also: „Schluchtquell“. Die Brunnekresse kennzeichnet hier eine Quelle, die als sehr naturnah und ursprünglich anzusehen ist. Insekten, wie die im Wasser heranwachsenden Larven der Stein- und Köcherfliegen oder die schwarz-gelb gezeichnete Quelljungfer weisen auf eine ausgezeichnete Wassergüte hin. Durch die Kraft des austretenden Quellwassers entstand über Jahrtausende ein Quellkessel. Der abgetragene Sand lagerte sich als Schwemmfächer auf der anderen Seite des Weges im und am Tornower See ab. Die Quelle und die umliegenden Hanglagen gehören mit dem Briesensee zum Naturschutzgebiet “Briesensee und Klingeberg”. Aus der Klingespringquelle wird traditionell das glasklare Wasser als Osterwasser geschöpft.

Der an den See angrenzende naturnahe Kiefern-Eichen-Mischwald, in dem autochthone Kiefern wachsen, die bei einem Alter von rund 240 Jahren als die wohl ältesten Brandenburgs angesehen werden. Einige dieser Bäume stehen in der Nähe der Quelle Klingespring und sind mit Nummern versehen, um sie besser identifizieren zu können.

Weiter entlang des ausgeschilderten Wanderweges, nördlich des Tornowsees kommen wir mitten im Wald zu einem Gedenkstein, der an den Botaniker und Heimatkundler Adolf Straus erinnert und im Schenkenländchen tätig war. Die Ortsgruppe Dahmeland des NABU hatte dem märkischen Botaniker (1904–1986) diesen Gedenkstein gesetzt. Nach dem Krieg wandte sich Adolf Straus verstärkt der Pilzfloristik zu und veröffentlichte eine Reihe von Arbeiten zur Pilzflora Brandenburgs.

Der ruhige Briesensee und der Sonnenschein luden zum Verweilen ein. „Mini“ Kräuterliköre durften auch nicht fehlen. Am Ufer des Briesesee führt der Weg entlang unter Kiefern, die über 200 Jahre alt sind. Der See wird nur von Quellen gespeist und besitzt im Südosten mit dem naturnahen Briesengraben, der durch einen Schwarzerlenwald in östlicher Richtung in den etwa 800 m entfernten Tornower See fließt, seinen einzigen Abfluss.

Nach der kleinen Rast führte uns ein langer Wanderweg durch Kiefernforst in Richtung Mittelmühle ein historischer Wassermühlenstandort. Das Mühlrad, angetrieben von herabfallendem Wasser aus dem Mittelmühlengraben, dreht sich bis heute. Ein Sägewerk erinnert an die frühere Nutzung der Wasserkraft.

Am Mittelmühlengraben führten wir unsere zweite Rast mit netten Gesprächen und weiterhin herrlichen Sonnenschein durch.

Anschließend führte uns unser Wanderweg zur Hohen Mühle. Dort befand sich zu einer früheren Zeit eine Mühle, die als Tanz- und Ausflugslokal genutzt wurde und sich im 21.Jahrhundert im Privatbesitz befindet.

Auf dem Wegeabschnitt am Tornower See ist ein kleiner Naturlehrpfad mit Hinweistafeln zu den hier lebenden Pflanzen und Biotopen ausgeschildert.

Am Ufer  des Tornow Sees stehen überwiegend Schwarz-Erlen. In der Umgebung des Sees finden sich die Heidelbeere, der Wachtelweizen, die Hainsimsen, die Gemeine Hasel, der Gewöhnliche Tüpfelfarn sowie – in den feuchten und nassen Senken – die Schwarz-Erle sowie der Waldsauerklee. Weiterhin wachsen in dem Gebiet rund um den See die Rotbuche, Birken, die Vogelbeere, die Robinie und die Roteiche.

An einigen der Kiefern sind Spuren erkennbar, die auf die Gewinnung von Naturharz zur Zeit der DDR hindeuten. Üblicherweise wurden derartige Bäume nach der Gewinnung des Harzes abgeholzt. Hier sind sie jedoch stehen geblieben.

Wir konnten die zahlreichen Werke des Bibers bestaunen, der in diesem Jahr sehr aktiv ist.

Am Südufer des Tornower Sees gibt es eine offizielle Badestelle mit einer künstlichen schwimmenden Insel.

Wieder am Gasthof „Zur Linde“ angekommen, konnten sich alle Wanderer im Gasthof stärken. Ein herzliches Dankeschön der Familie Lewke für ihren Einsatz an diesem Tag.

Der Verein „TeupitzGehtauf“ bedankte sich mit einem kleinen Frühlingsgruß zum Mitnehmen bei allen Teilnehmern und freut sich bereits auf die 2. Frühlingswanderung 2023.

Quellverzeichnis: Wikipedia

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